Bio-Newcomer 2026

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Finalist:innen Kategorie "Landwirtschaft"

Biohof Holzer

Sonja und Thomas Holzer, Jogelland
Holzer-Sonja und Thomas Holzer
© BIO AUSTRIA Steiermark

Der erste Weg am Morgen führt Thomas Holzer in den Stall. Rund um ihn herrscht bereits geschäftiges Treiben. Seit 2025 leben bis zu 9.600 Bio-Masthühner auf dem Hof, verteilt auf zwei Stalleinheiten. Was nach viel klingt, folgt klaren Regeln: mehr Platz pro Tier, Auslauf ins Freie und keine vorbeugenden Medikamente.

Damit die Hühner optimal versorgt sind, ist vieles automatisiert. Trotzdem schauen Thomas und Sonja Holzer im Stall gerne selbst nach dem Rechten. Der tägliche Stallcheck in der Früh ist für sie eine Selbstverständlichkeit. Mit den Hühnern haben sie ein neues Standbein am Hof geschaffen, dass für sie Wirtschaftlichkeit und Freude an der täglichen Arbeit verbindet.

Alter Hof, neues Standbein

Es gibt einfach Entscheidungen, wo man von Anfang an spürt, dass sie passen. Für Thomas und Sonja war das bei den Bio-Hühnern der Fall. Als die beiden 2022 den Betrieb übernahmen, war vieles schon da: 17 Hektar Acker und Grünland, Waldflächen, Mutterkühe und einige Bienenvölker. Mit der Bio-Landwirtschaft wuchs Thomas auf. Bereits vor 30 Jahren setzen seine Eltern auf Bio-Landwirtschaft, damals mit dem Schwerpunkt auf Jungrindfleisch aus Mutterkuhhaltung.

Für Thomas und Sonja war Bio nie ein großes Thema, über das man lange nachdenken musste. „Das ist einfach unsere Art zu arbeiten“, berichtet Sonja. Als die Hofübernahme näher rückte, machten sich die beiden intensiv Gedanken, wie sie den Betrieb für sich passend gestalten können. Sie besuchten Betriebe, führten Gespräche und wogen ab. Die Wahl fiel schließlich auf die Erweiterung des Angebots. So zogen Bio-Masthühner am Betrieb ein.

„Wir haben uns für die Bio-Haltung entschlossen, weil die Hühner mehr Zeit zum Wachsen haben. Zusätzlich haben sie mehr Platz zur Verfügung, was in Summe mehr Tierwohlbedeutet“, so Sonja und Thomas Holzer.

Im neu gebauten Stall haben die Hühner ausreichend Platz, erhalten Zugang ins Freie und werden mit Bio-Futter gefüttert. In der Einstreu aus Chinaschilf, oft Elefantengras genannt, können die Hühner scharen. Für die optimale Temperatur sorgen eine Fußbodenheizung und Belüftung. Im Außenbereich haben die beiden Weiden und Pappeln gepflanzt, die den Hühnern Deckung bieten sollen, damit sie den Auslauf auch wirklich nutzen.

Hühner, Rinder und Bienen

Bei ihrer Übernahme wurde das Konzept der Eltern nicht über Board geworden, sondern behutsam ergänzt. Neben den Hühnern leben weiterhin zehn Mutterkühe auf dem Hof. Die Kälber leben mit ihren Müttern im Herdenverband auf der Weide, trinken Milch und wachsen so tierfreundlich auf. Ergänzt wird das Ganze durch die Bienen, die ebenfalls seit Jahren Teil des Betriebs sind. Sie sorgen nicht nur für Honig, sondern leisten ihren Beitrag zur Bestäubung und zur Vielfalt rund um den Hof. Beides haben Sonja und Thomas übernommen – und führen es behutsam weiter, so wie es gewachsen ist.

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