Bio-Newcomer 2026

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Finalist:innen Kategorie "Landwirtschaft"

Bio-Weingut Fischer Weine

Bernhard und Klaus Fischer, Sankt Anna am Aigen
Fischer-Weine-Klaus und Bernhard Fischer im Weinkeller
© BIO AUSTRIA Steiermark

Wer mit den Bio-Winzern Bernhard und Klaus Fischer durch ihre Weingärten spaziert, wird höchstwahrscheinlich von der Faszination der beiden Brüder rund um Bio-Wein und den Böden der Region angesteckt. Denn die Böden, eine spannende Kombination aus Kalksandstein, Basalt und vulkanischem Verwitterungsmaterial, auf dem ihre Weinreben wachsen, erzählen eine spannende Geschichte. Man kann es sich kaum vorstellen, aber einst prägten ein Urmeer und über vierzig aktive Vulkane diese Landschaft. Heute blickt man von ihrem Familienweingarten auf die Ortschaft St. Anna im Aigen im steirischen Vulkanland. Die spannenden Wurzeln der Region versuchen die beiden vom Boden über die Traube in Form von Bio-Wein ins Glas zu bringen.

Zwei Brüder, zwei Weingärten und eine gemeinsame Vision

Gemeinsam mit den Schwestern Claudia und Andrea wuchsen Bernhard und Klaus auf einem für die Region typischen gemischten Landwirtschaftsbetrieb auf. Ackerland, Tierhaltung, Wald und ein Hektar Weingarten waren damals die Grundpfeiler des Betriebes.

Dass daraus einmal ein Weingut werden würde, war anfangs nicht vorherzusehen. Die Brüder besuchten die Fachschule in Silberberg, es folgte die Höhere Bundeslehranstalt in Klosterneuburg und diverse Praktika, unter anderem in Südafrika und Neuseeland.

Im 1 ha großen Familienweingarten probierten sich die beiden aus und 2007 entstand der erste eigene Wein. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Im Laufe der Arbeit im Weingarten wurde ihnen klar, dass für Sie die biologische Bewirtschaftung der Weingärten ihre Philosophie am besten widerspiegelt. 2015 folgte die Bio-Zertifizierung.

„Wir trimmen den Weingarten nicht auf Ertrag, sondern auf Qualität“, Bernhard Fischer, Bio-Winzer

Zwischen Morillon und Sauvignon Blanc sorgen Wiesensalbei und Margeriten für bunte Tupfer in der Wiese. Die Vielfalt ist klar gewünscht: Nützlinge sind in der Bio-Landwirtschaft gerne gesehen, für Sie braucht es natürlich auch Lebensräume.

Die Möglichkeiten für Eingriffe sind im Bio-Weinbau begrenzt, daher gilt es vorausschauend zu arbeiten und ein besonderes Augenmerk auf ein gesundes Bodenleben und widerstandsfähige Pflanzen zu legen. Gearbeitet wird im Weingarten mit der Hand – vom Rebschnitt, über die Grünarbeit bis zur Lese im Herbst.

In der Ruhe liegt die Kunst

Klaus und Bernhard wollen in ihren Weinen den Charakter der Region, von Boden bis Klima, widerspiegeln. Für die ausdrucksstarken Weine werden die Trauben per Hand selektiert, schonend gepresst und mit Naturhefen vergoren.

„Wir wollen den Weinen nichts zugeben, oder wegnehmen“, Klaus Fischer.

Im Keller reift der Wein größtenteils in gebrauchten Holzfässern. Besonders wird darauf geachtet, dass der Wein möglichst lange im Keller reifen darf. Der Faktor Zeit ist für Bernhard und Klaus essenziell.

Bei Bio gilt: Die Liste an erlaubten Hilfs- und Zusatzstoffen ist klein und klar geregelt. Die Brüder setzen hier sogar noch eines drauf und verzichten komplett auf Zusatzstoffe, außer einer moderaten Schwefelgabe kurz vor der Flaschenfüllung. Am Schluss landet der Großteil ihrer Weine unfiltriert in der Flasche. Was man schließlich im Glas schmeckt, ist kein Zufall, sondern der Ausdruck einer gezielten, umweltfreundlichen Bewirtschaftung und einer klaren Philosophie im Weinkeller.

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